Ein besonderes Musikerlebnis erwartete die Besucher des traditionellen Benefizkonzertes, zu dem die Albert Berner-Stiftung, die Sparkasse Hohenlohekreis und der Rotary Club Künzelsau-Öhringen jetzt im November eingeladen hatten. Die beliebte Veranstaltungsreihe fand bereits zum 18. Mal statt – und war wieder ein großer Erfolg. 230 Gäste füllten die Kundenhalle des Geldinstituts in Künzelsau fast bis auf den letzten Platz. Sie alle genossen ein grandioses Programm, ganz ohne Bach, Beethoven und Bruckner.

Unter der Leitung von Philipp Pointner präsentierte das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) zusammen mit der renommierten Solistin Asya Fateyeva Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. „Von sechs europäischen Komponisten geschaffen und von 22 herausragenden Musikerinnen und Musikern zum Erklingen gebracht“, wie Sparkassenvorstand Bernd Kaufmann in seiner Begrüßungsrede betonte.

Eindrucksvoll demonstrierte Asya Fateyeva (Foto oben neben v.l. Albert Berner und Bernd Kaufmann), wie großartig das Saxophon auch im klassischen Kontext klingen kann. Die 24-Jährige, geboren auf der Krim, ist ein absolutes Ausnahmetalent. Seit 2012 heimst sie einen Musikpreis nach dem anderen ein. Das Publikum lauschte der Gewinnerin des Echo Klassik Awards und dem Ensemble des WKO gebannt, spendete den Künstlern für deren leidenschaftliche Darbietung immer wieder begeistert Applaus.

Leuchtturmprojekt der Albert Berner-Stiftung

Der Erlös des Konzertes fließt vollständig in den Erwerb und die Renovierung eines neuen Frauen- und Kinderschutzhauses in Künzelsau. „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, sagte Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert Berner-Stiftung (Foto links). „Leider gibt es nicht nur in Großstädten, sondern auch bei uns im ländlichen Raum Familien, deren Welt aus den Fugen geraten ist. Vielen Frauen, besonders auch mit Kindern, ist es aufgrund häuslicher Gewalt nicht möglich, weiter zu Hause zu leben.“

Das Frauen- und Kinderschutzhaus bietet betroffenen Frauen ein Umfeld, in dem sie sicher sind, fachliche Betreuung erhalten und wieder Mut schöpfen können. Die bisherige Einrichtung ist mit ihren 10 Plätzen zu klein. Das neue Haus wird deutlich größer und moderner sein. Dort können künftig 14 schutzbedürftige Frauen und Kinder für eine gewisse Zeit wohnen. Außerdem sind ein Außenbereich mit Kinderspielplatz sowie angemessene Büro- und Beratungsräume für die Mitarbeiterinnen geplant.

Die Albert Berner-Stiftung hat das Frauen- und Kinderschutzhaus in diesem Jahr zu ihrem Leuchtturmprojekt ernannt. Neben dem Erlös des Benefizkonzertes wird die Stiftung es deshalb zusätzlich noch einmal mit einer Spende in Höhe von 100.000 Euro unterstützen.

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