In Zeiten veganer Lebensweisen, grüner Achtsamkeit und Selbstversorgerfarmen rückt das Thema „Nachhaltigkeit“ immer stärker in den Fokus. Schon Anfang Mai hatte Deutschland die natürlichen Ressourcen, die uns für das gesamte Jahr 2018 zur Verfügung standen, aufgebraucht. Seitdem lebten wir auf Kosten künftiger Generationen. Dass das so nicht weitergehen kann, dürfte klar sein. Aber wie arbeitet, lebt und verhält man sich nachhaltig? Auch die Firma Berner hat sich diese Fragen gestellt und das Thema Nachhaltigkeit als #bresponsible in seinen Unternehmenswerten verankert. Welche Projekte konkret umgesetzt werden, stellen wir in der Serie b.responsible bei Berner vor.

Strom und Wärme können mit dem BHKW gewonnen und weiterverarbeitet werden.

Das Blockheizkraftwerk von Berner Deutschland ist eine kleine Wunderwaffe: Strom und Wärme können mit nur einer Anlage gewonnen und weiterverarbeitet werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist auch effizient und nachhaltig.

Schon 1997 hat sich Berner im Zuge der Energiewende dazu entschlossen, ein Blockheizkraftwerk am Standort Künzelsau zu installieren. Die Funktionsweise eines Blockheizkraftwerks (BHKW) ist einfach: Ziel ist es zuallererst, Wärme zu erzeugen. Der dabei generierte Strom ist praktisch das Abfallprodukt. Im Berner’schen BHKW treibt ein 8-Zylinder Motor, der mit Gas versorgt wird, einen Generator an, der wiederum Strom erzeugt. Die dabei auftretende Abgas- und Motorenwärme wird, ähnlich wie bei einem Auto, über Wärmetauscher ins Heiznetz übertragen. Den erzeugten Strom nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort direkt. Überschüssig produzierte Kilowattstunden, die insbesondere nachts entstehen, fließen ins allgemeine Stromnetz und werden vergütet. „Dadurch sind wir nicht nur Stromverbraucher, sondern auch Erzeuger“, erklärt Kurt Rudolph, Leiter der Betriebshandwerker bei Berner. Überschüssige Wärme leitet das BHKW in Form von Heißwasser in Pufferspeicher. Diese können insgesamt 18.000 Liter aufnehmen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt vom Unternehmen genutzt werden.

Das BHKW lässt sich individuell per Display einstellen.

Im Winter läuft das BHKW praktisch 24 Stunden durch

Der tägliche Ertrag des BHKW hängt stark von der Jahreszeit ab: „In den Wintermonaten, meist ab Oktober, läuft das BHKW im Grunde 24 Stunden durch“, erzählt Kurt Rudolph. „Im Sommer hingegen teilweise nur zwei Stunden pro Tag, da wir dann nur wenig Wärme benötigen.“ 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt das Berner BHKW im Schnitt pro Jahr. Davon werden außerhalb der Arbeitszeit und an Wochenenden insgesamt 400.000 kWh ins allgemeine Stromnetz eingespeist, die restlichen 1 Million
kWh verbraucht der Standort in Künzelsau. Um den jährlichen Gesamtbedarf der Firmenzentrale von 1,8 Millionen kWh zu decken, müssen also rund 800.000 kWh pro Jahr hinzugekauft werden.

Die Wächter des BHKW, die sich um die Steuerung und Wartung kümmern (v.l.): Bernd Hübner, Marc Jankovic und Kurt Rudolph.

Neben der Doppelfunktion des BHKW sprechen weitere Vorteile für die vielseitige Anlage: Zum einen verdient Berner am überschüssig erzeugten Strom, der ins Netz gespeist wird. Zum anderen winkt eine Steuerrückerstattung am Ende des Jahres, sofern der Wirkungsgrad des BHKW 70 Prozent oder mehr beträgt. „Das BHKW ist eine tolle Sache“, schwärmt Kurt Rudolph. „Wartungsarm, effizient und nachhaltig — und noch dazu macht die Arbeit mit der Anlage wirklich Spaß.“

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