© ZDB / Uwe Schneider

Die Vorbereitung für die Berufseuropameisterschaft EuroSkills 2018 in Budapest läuft auf Hochtouren. Die Nachwuchshandwerker aus dem deutschen Bau-Nationalteam streben dabei Spitzenplätze in ihren Berufen an. Gefördert werden die jungen Talente von Berner.

Nicht nur in ihrem jeweiligen Handwerksberuf, auch in der Vorbereitung auf die EuroSkills sind sie höchst professionell: Die Mitglieder des Nationalteams Deutsches Baugewerbe absolvierten jetzt ihr mehrtägiges Abschlusstraining vor der Europameisterschaft der Berufe. Vom 26. bis 28. September messen sich dabei in Budapest (Ungarn) rund 500 Teilnehmer aus 30 europäischen Ländern in 37 Berufen, demonstrieren fachliches Geschick und handwerkliches Können. Mit dabei sind auch fünf junge Männer, die in den Bauberufen Maurer, Fliesenleger, Stuckateur und Beton-/Stahlbetonbauer zeigen wollen, was in ihnen steckt:

Im Rahmen des offiziellen Abschlusstrainings stellte sich das Bau-Nationalteam unter anderem einer Musteraufgabe unter Wettbewerbsbedingungen und konnten sich so optimal vorbereiten.

© ZDB / Uwe Schneider„Internationale Berufsmeisterschaften wie die EuroSkills sind ein echtes Highlight“, kommentiert Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Ausschusses für Berufsbildung im Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). Der ZDB ist Träger des Nationalteams und betreut somit auch die Trainingsphasen. Fromm weiter: „Die Nachwuchshandwerker in unserem Nationalteam demonstrieren auf mustergültige Weise, welche Qualität sich im Ausbildungswesen der Baubranche verbirgt. Sie sind echte Botschafter für das System der dualen Berufsbildung, um das uns weltweit andere Länder beneiden.“

Ehrgeizige Ziele

Das Ziel für die Nachwuchshandwerker ist klar: Europameister in ihrer jeweiligen Disziplin werden. Blickt man auf die vergangenen Wettbewerbe, können sich die Erfolge des Bau-Nationalteams durchaus sehen lassen. So gewann das deutsche Team bei der letzten EuroSkills 2016 die Goldmedaille im Fliesenlegen, bei der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills 2017 erreichten die Beton-/ Stahlbetonbauer den zweiten Platz und damit die Silbermedaille – Vizeweltmeister!

Fromm verweist auf die nachhaltige Wirkung, die die intensive Vorbereitung sowie die Wettbewerbe selbst haben: „Durch das sportliche Element in den Berufsmeisterschaften lassen sich die jungen Profis zu Höchstleistungen motivieren, die sich auch im Berufsalltag bezahlt machen. Und: Wenn ein Betrieb beispielsweise sagen kann, dass er ‚den besten Fliesenleger Europas‘ beschäftigt, hat das natürlich auch seine entsprechende Wirkung.“

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Die Teilnehmer des Bau-Nationalteams haben sich nach erfolgreicher Gesellenprüfung über die Kammer-, Landes- und schließlich Bundeswettbewerbe, den „Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen“, qualifiziert und gehören somit zur absoluten Leistungsspitze in ihrem Berufsstand. Für die Teilnahme an den internationalen Berufswettkämpfen dürfen sie nicht älter als 25 Jahre sein; außerdem ist die mehrfache Teilnahme ausgeschlossen.

Für den ZDB ist das Bau-Nationalteam ein ausgezeichnetes Instrument, um auf die Attraktivität und die Perspektiven in den Bauberufen aufmerksam zu machen. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und steigender Studierendenquoten erfährt die Nachwuchswerbung eine besondere Relevanz. Klaus-Dieter Fromm: „Die Mitglieder unseres Nationalteams verkörpern die Chancen, die jungen Menschen in der Baubranche offenstehen, auf einmalige Art und Weise. Sie zeigen einerseits, wie anspruchsvoll und herausfordernd das Aufgabenspektrum in ihrem Handwerk ist, andererseits lassen sie aber auch erkennen, wie weit man es mit Ehrgeiz und Motivation bringen kann.“

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