Die Berner Group setzt die Aufholjagd des Geschäftsjahres 2020/2021 fort. Nachdem die Umsätze im April und Mai aufgrund der Corona Pandemie um bis zu 30 % eingebrochen waren, hat die Unternehmensgruppe dieses Loch innerhalb von vier Monaten nahezu aufgefüllt. Mit rund 517 Mio. EUR Umsatz liegt die Gruppe nur noch rd. 2% hinter den Vergleichswerten für das Vorjahres-Halbjahr. Im September erzielte das Familienunternehmen den besten Monat der Unternehmensgeschichte mit mehr als 105 Mio. EUR Umsatz.

„Unsere Erwartungen wurden zwischen Juni und September übertroffen, weil die Kunden sich vom ersten Tag an auf uns verlassen konnten. Unsere Online Einkaufskanäle und eine starke Außendienstmannschaft haben sich ideal ergänzt. Und weil darüber hinaus Einkauf und Logistik auf die neuen Bedingungen vorbereitet waren, wussten unsere Kunden sofort, dass wir auch in der Krise die Bestellware schnell liefern können. Die Kunden haben uns nicht nur gelobt, sondern unsere Produkte und Serviceangebote von Monat zu Monat stärker nachgefragt. Was uns sehr freut, wir haben im ersten Halbjahr signifikant neue Kunden hinzugewonnen“, sagte Christian Berner, CEO der Berner Group.

Frühzeitig auf Desinfektionsmittel gesetzt

Besonders gut lief es für die Berner Group im Geschäftsmodell Spezialchemie. Die Caramba-Gruppe schloss das erste Halbjahr mit einem Umsatzplus von rund 15 % (76 Mio. EUR) ab. Hier machte sich die frühzeitige Produktionsumstellung auf Desinfektionsmittel bezahlt. Im Geschäftsfeld Omnichannel-Trading (Multikanalvertrieb) liegt die Gruppe mit den Marken Berner und BTI im zu Ende gegangenen ersten Halbjahr ca. 5 % (441 Mio. EUR) hinter dem Vorjahreshalbjahr zurück. Das ist unter
anderem darauf zurückzuführen, dass die umsatzstarke Region Süd mit Frankreich, Spanien und Italien viel stärker unter den Corona-Beschränkungen gelitten hatte. In der Region Central mit Deutschland erreichte Berner das Niveau des Vorjahres (rd. – 1,5%).

Relativ unbeeindruckt von der Pandemie präsentierte sich in den vergangenen Monaten der private Bausektor in Deutschland. Berner Central legte hier rund 2% zu. Die Schwester BTI ist einer der führenden Spezialisten und Direktvertreiber für das Bauhandwerk mit einem Sortiment von mehr als 100.000 Artikel für den Profi-Handwerker aus den Bereichen Werkzeuge, Chemie, Befestigung, Sanitär/Heizung/Klima, Arbeitskleidung/Arbeitsschutz sowie Betriebsausstattung. Die BTI nutze die guten konjunkturellen Rahmenbedingen sehr gut und schloss das erste Halbjahr mit einem Umsatzwachstum von 4% auf mehr als 61 Mio. EUR ab.

Der Trend, das Kunden stärker auf die online-Angebote des Handelsunternehmens Berner Group zurückgreifen, verfestigte sich im ersten Halbjahr. Über die elektronischen Einkaufskanäle wie Web-Shops, wurde ein Umsatzplus von +21% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019/20 erzielt. „Wir haben den Tiefschlag, den Corona und der Lockdown der Branche im Frühjahr verpasst haben verdaut, aber noch ist nicht klar, ob weitere Rückschläge kommen. Wir sind zwar auch darauf vorbereitet, bleiben aber mit Prognosen sehr vorsichtig. Ich weiß, dass alle unserer Mitarbeiter mit vollem Einsatz unterwegs sind, um das Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs abzuschließen“, so Berner.