Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, wird auch das Leben von Eltern und Geschwistern komplett auf den Kopf gestellt. Nach oft mehrmonatigen, kräftezehrenden Krankenhausaufenthalten hilft die SyltKlinik den betroffenen Familien im Rahmen einer Familienorientierten Rehabilitation, die Akkus wieder aufzuladen. Während einer mehrwöchigen Umbauphase hat das Großhandelsunternehmen Berner aus Künzelsau (Baden-Württemberg) das Klinikum auf der Nordseeinsel jetzt beim Einrichten einer neuen Kreativwerkstatt unterstützt – finanziell, mit Manpower und diversen Werkzeugen aus der eigenen Produktpalette, die künftig für das kunsttherapeutische Angebot genutzt werden.

Spielen ist ein wichtiger Baustein des Reha-Konzeptes der SyltKlinik. „Durch lange Krankenhausaufenthalte haben kleine Patienten häufig wenig Kontakt zu Gleichaltrigen“, erklärt Leiter Ingo Mansen den pädagogischen Ansatz der Einrichtung. „Bei uns dürfen sie einfach wieder Kind sein und mit anderen Kindern, die ähnliches erlebt haben, spielen, gemeinsam lernen und toben. Die Geschwister werden zusammen mit den Patienten pädagogisch betreut und die Eltern können mit unterschiedlichen Angeboten die Krankheitsbewältigung erarbeiten.

Um ihr umfassendes Angebot aufrechtzuerhalten, ist die SyltKlinik, die von der Deutschen Kinderkrebsstiftung (Bonn) betrieben wird, dringend auf zusätzliche Spenden angewiesen. „Wir freuen uns, dass uns Berner unterstützt“, betont Ingo Mansen. „Ohne diese Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, das Konzept für den Kreativbereich so schnell und unkompliziert umsetzen.“  

Geld- und Sachspenden im Wert von 20.000 Euro

Die SyltKlinik ist der Auftakt zu vier ausgewählten sozialen Projekten, die in diesem Jahr von Berner Deutschland mit Produkt- und Geldspenden im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro unterstützt werden. Bei jedem der geförderten Projekte engagieren sich zudem vor Ort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Maximilian Koch, Vertriebsaußendienstmitarbeiter der Firma Berner, hat die Patenschaft für den Hilfseinsatz auf der Nordseeinsel übernommen. „Ich war sofort Feuer und Flamme für das Projekt, weil ich von dem pädagogischen Konzept des Klinikums absolut begeistert bin“, sagt er.

Soziales Projekt Syltklinik

Begleitet von seinem Vater Werner, der ebenfalls bei Berner arbeitet, und dem Kollegen Stephan Feldmann reiste Maximilian Koch mit dem Autozug an die Friesische Küste, um tatkräftig bei den Umbaumaßnahmen mitanzupacken. In dem Spielhaus der Einrichtung, das in den vergangenen Wochen ebenso wie weitere Bereiche des Klinikums modernisiert wurde, richtete das Trio die neue Kreativwerkstatt ein. Dazu stellten sie Werkbänke und Regale auf und bestückten diese anschließend mit Profi-Werkzeugen von Berner wie Akku Bohrschraubern, Schraubendrehern, Steckschlüsseln und Schlosserhämmern.

Förderung von Projekten in ganz Europa

Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist fest in der Firmenkultur der Berner Group verankert. Das Familienunternehmen aus Künzelsau lebt diesen Wert nach innen wie nach außen. So unterstützt der B2B-Großhändler bereits seit 2017, dem Jahr des 60-jährigen Firmenjubiläums, regelmäßig Vereine, Organisationen oder Institutionen in ganz Europa mit Manpower sowie Geld- und Sachspenden. Neben der SyltKlinik hilft Berner Deutschland in den kommenden Wochen und Monaten auch der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis (aih) in Neuenstein (Baden-Württemberg), dem Kindergarten „Villa Kunterbunt“, Mehringen (Sachsen-Anhalt) sowie der Tafel e. V. in Künzelsau (Baden-Württemberg).

Berner gewährt Mitarbeitern Sonderurlaub

Soziales Engagement wird bei Berner auf besondere Art und Weise gefördert, denn: Auf Wunsch erhalten alle Beschäftigten bis zu zwei zusätzliche freie Arbeitstage, um sich für einen guten Zweck ihrer Wahl zu engagieren. Von diesem bezahlten Sonderurlaub können sowohl die Mitarbeiter im Vertrieb als auch am Standort profitieren. Um die Vielfalt gemeinnütziger Tätigkeiten zu fördern, hat Berner die Regelung bewusst großzügig ausgestaltet. Interessierte müssen im Vorfeld lediglich mit ihrer jeweiligen Führungskraft und der Personalabteilung die wichtigsten Eckpunkte abstimmen. Sprich: Wann soll welche Organisation wie und wo unterstützt werden. Beim „Wo“ zeigt sich Berner ebenfalls äußerst flexibel – selbst soziale Einsätze im Ausland sind möglich.

Fotos: © Albert Berner Deutschland GmbH