In jedem Unternehmen ist es wichtig, dass in Gefahrensituationen schnell und zielgerichtet reagiert wird. Zum Tag des Notrufs haben wir unsere Kollegen und Kolleginnen von der Betriebsschutzgruppe interviewt. Im Notfall rückt das 18 Personen starke Team aus. Seit diesem Jahr sind sieben neue Mitglieder dabei – darunter erstmals auch drei Frauen. Viele der Helferinnen und Helfer engagieren sich in ihrer Freizeit zusätzlich in der freiwilligen Feuerwehr und sind ausgebildete Ersthelfer.

Die Aufgaben der Betriebsschutzgruppe (BSG) bei Berner sind vielseitig: Im Brandfall evakuieren sie die Gebäude, weisen die Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehr Künzelsau und den Rettungswagen ein oder leisten Erste Hilfe. Sie halten die Lage so lange unter Kontrolle und dämmen Gefahren ein, bis Unterstützung von außen kommt. Auch ein Hochwassereinsatz im Hochregallager gehörte in der Vergangenheit schon zu ihren Aufgaben.

Damit sie immer gut vorbereitet in diese Situationen gehen können, gibt es monatliche Übungen und regelmäßig Schulungen. Durch ein Höhenrettungsseminar wissen die Kameradinnen und Kameraden zum Beispiel, wie man eine Person, die sich im Hochregal verkeilt hat, sicher befreit. Das kommt ihnen nun bei Einsätzen in großer Höhe zugute.

Ihr Basiswissen haben sich viele bei der freiwilligen Feuerwehr angeeignet – so wie Uwe Feyrer und Harro Lober. Beide engagieren sich dort bereits seit jungen Jahren. Uwe Feyrer trat 1984, im Alter von 14 Jahren, in die Stützpunktfeuerwehr in Krautheim ein. Harro Lober ist seit seinem zwölften Lebensjahr in der Nachbarwehr Dörzbach aktiv.

Bei der Frage nach ihrer Motivation müssen beide nicht lange überlegen: „Man verrichtet einen Dienst am Menschen und leistet etwas Positives. Vor allem im ländlichen Raum ist Ehrenamt sehr wichtig – ohne Ehrenamtliche geht gar nichts“, sagt Feyerer, der gemeinsam mit Bernd Keilbach die Betriebsschutzgruppe leitet. Harro Lober ergänzt: „Mich hat die Feuerwehr schon früh fasziniert. Die Zeit in der Jugendfeuerwehr war eine gute Vorbereitung für mich, bevor ich Mitglied bei den Aktiven wurde und selbst zu Brandeinsätzen gefahren bin.“

Berner unterstützt dieses Engagement. Dafür ist auch Harro Lober dankbar: „Die freiwilligen Tätigkeiten lassen sich bei Berner gut mit der Arbeit kombinieren. Bisher hatte ich noch keinen Chef, der mich nicht zu einem Feuerwehreinsatz lassen wollte. Man muss sich immer darüber im Klaren sein, dass man selbst betroffen sein könnte.“

Wer bei Berner mehr über das Thema Sicherheit lernen möchte, hat die Möglichkeit, an einer Löschvorführung der BSG teilzunehmen. Diese wird einmal im Jahr organisiert. Dabei wird beispielsweise das Szenario eines Kopiererbrands durchgespielt, um Ängste vor dem Feuerlöschen abzubauen.  

Fotos: © Albert Berner Deutschland