Daheimgebliebene Handwerker haben noch bis zum 16. August die Möglichkeit, am Berner Fotowettbewerb #einermussran auf Facebook* teilzunehmen. Anschließend werden die fünf besten Motive ausgewählt, unter denen bis zum 30. August alle Nutzer das schönste Werkstatt-/Baustellen-Foto auswählen können. Ein Handyfoto ist schnell gemacht. Für das perfekte Motiv hat Berner Stammfotograf Marc Weigert ein paar Tipps zusammengestellt.  

Perspektive

Ganz allgemein gelten für Perspektive und Bildgestaltung bei Handyfotos dieselben „Regeln“ wie für die Arbeit mit anderen Kameratypen auch. Wer interessantere Bilder möchte, sollte einfach mal ein bisschen abseits der gewohnten Augenhöhe foto­grafieren. Allein durch diese Experimente wird man schnell eine Verbesserung seiner Bilder feststellen. Es kommt mehr Abwechslung rein. Bei den Smartphones ist die Kamera in der Regel nah an einer Ecke des Gehäuses eingebaut. Dadurch kann man die Linse sehr nah an den Boden oder eine Wand bringen. Probieren Sie das mal aus! Wirkt klasse z. B. bei spiegelnden oder nassen Oberflächen.

Zoom nutzen (= Brennweite variieren)

Man tendiert dazu, das Handy zu zücken, aufs Motiv zu halten und abzudrücken. Wer bessere Bilder möchte, sollte ein bisschen bedächtiger vorgehen – sofern es die Zeit erlaubt und das Bild nicht nur rein zu Dokumentationszwecken gemacht wird. Arbeiten Sie doch mal mit der „Brennweite“, also nutzen Sie den Zoom, der per Fingergeste bedient werden kann.

Smartphone als Lichtquelle

Ein Smartphone kann nicht nur als Kamera dienen, sondern auch als Lichtquelle eingesetzt werden. Es gibt Apps, mit denen sich die Farbe und Helligkeit des Displays variieren lässt, wie beispielsweise die kostenlose App „Lampe“ für iPhones. Damit lassen sich vor allem im Makrobereich tolle Sachen machen, indem man ein Objekt z. B. mit zwei Smartphones und unterschiedlicher Farbe ausleuch­tet. Das funktioniert allerdings nur in abgedunkelten Räumen oder bei Nacht, nicht aber tagsüber im Freien. Bei einem großem Freundeskreis und einer entsprechenden Anzahl an Smartphones kann man damit auch tolle Porträtausleuchtungen kreieren.

Porträt-Modus und die App „Focos“

Seit ich ein Smartphone mit Portrait-Modus habe, bleibt meine Spiegelreflex bei den meisten privaten Anlässen zu Hause. Wie gut die Handys das Spiel mit der Schärfentiefe inzwischen beherrschen, fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Ein kleiner Geheimtipp ist hier die App „Focos“ für iOS. Mit ihr kann man fotografieren oder bestehendes, im Porträt-Modus aufgenommenes Bildmaterial bearbeiten. Dem Nutzer stehen unterschiedliche simulierte Objektive und deren jeweils eigene Charakteristik im Unschärfebereich zur Verfügung. Toll ist auch, dass sich der Fokuspunkt damit nachträglich verändern lässt und man dadurch eine stärkere „Freistellung“ erhält, da der Hintergrund noch unschärfer wird, als es mit der Standard iPhone Kamera möglich ist. Auch für Android-Systeme sind vergleichbare Apps verfügbar.

Marc Weigert fotografiert für Berner Deutschland.

*Hier geht’s zum FB-Wettbewerb. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.

© Fotos: Albert Berner Deutschland GmbH