Die Zahl neu zugelassener E-Autos (+117%) und Plug-In-Hybride (+262%) auf den Straßen der EU hat im vergangenen Jahr stark zugelegt. Das rasant wachsende Verbraucherinteresse an Stromfahrzeugen freut nicht nur die Hersteller selbst, sondern auch viele Werkstattbetreiber. Denn diesen eröffnen sich in Folge der Entwicklung gute Auftragsmöglichkeiten. Bei einer aktuellen Studie* des Großhandelsunternehmens Berner bestätigte jetzt fast jeder dritte Kfz-Profi (28%), dass sich der „Batterie“-Boom in seinem Betrieb bereits bemerkbar macht. Um von dem Trend profitieren zu können, sind nach Einschätzung der Experten vor allem Fachwissen und geeignetes Werkzeug wichtig.

Gemeinsam mit dem digitalen Werkstattportal FabuCar hat Berner für die Studie über 850 Meister, Gesellen, Servicetechniker und Auszubildende aus der DACH-Region befragt. Besonders Kfz-Profis aus Österreich (37%) und der Schweiz (35%) berichten, dass sie inzwischen immer mehr Kunden mit Elektro- oder Hybridautos haben. Zum Vergleich: Aus Deutschland sagen dies knapp 27% der Teilnehmer.

Jeder Dritte (32%) kann in seiner Werkstatt bisher zwar noch keinen nennenswerten Zuwachs von Kunden mit Strom-Fahrzeugen verbuchen, ist aber überzeugt, dass sich das „schon bald“ ändern wird. Interessante Ergebnisse liefert die Umfrage vor allem mit Blick auf das Alter. So erwarten Auszubildende und jüngere Mitarbeiter (bis zu 25 Jahre) aus den entsprechenden Betrieben tendenziell eher einen weiteren Anstieg an E-Autos und Plug-In-Hybriden als ihre Arbeitskollegen oder Vorgesetzen mit größerer Berufserfahrung (Gesellen, Meister, Inhaber).

Für das Werkstattpersonal bedeutet die alternative Motorentechnik zugleich eine neue Herausforderung: Vertraute Tätigkeiten wie der Ölwechsel entfallen, stattdessen richtet sich der Fokus auf spannungsführende Komponenten und Systeme. Wer sich gezielt auf diese Entwicklung vorbereitet und seine Hausaufgaben frühzeitig erledigt, hat die Chance, Kunden zu gewinnen bzw. Stammkunden zu halten, die vom klassischen „Verbrenner“ zum Elektroauto wechseln.

Und was ist für die einwandfreie Wartung von E-Fahrzeugen am wichtigsten? Da sind sich die Experten nahezu einig: Neben dem spezifischen Know-how und Fachwissen (96%) brauchen Kfz-Profis vor allem geeignetes Werkzeug und Verbrauchsmaterial (77%). Rund die Hälfte der Befragten (47%) hält die entsprechende Infrastruktur für besonders entscheidend, gefolgt von der Ausstattung der Werkstatt mit den passenden Ersatzteilen (37%).   

*Hintergrund: Im Auftrag der Berner Group hat das digitale Werkstattportal FabuCar mehr als 850 registrierte Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Bei den Teilnehmern handelt es sich ausschließlich um verifizierte Meister, Gesellen, Servicetechniker und Auszubildende, die alle aktiv in einem Kfz-Betrieb beschäftigt sind. Die B2B-Studie wurde im Zeitraum vom 22. Januar bis 01. Februar 2021 erhoben

Nähere Details zu Thema E-Mobilität finden Interessierte auf einer Sonderseite zum Thema „E-Mobility“ im Berner Webshop. Dort kann auch die kostenlose Spezialbroschüre mit Zubehör und praktischen Tipps heruntergeladen werden.

Abbildung: © Berner Trading Holding