5:50 Uhr. Wir befinden uns auf dem Parkplatz der Firma Berner in Künzelsau. Der Tag hat gerade erst begonnen. So mancher Otto Normalverbraucher liegt zu dieser Zeit noch im Bett und dreht sich genüsslich auf die andere Seite. Für meine Kollegin Anja Rothmer und mich beginnt jetzt allerdings schon der Arbeitstag. Statt Schreibtisch, Laptop und Handy erwarten uns heute Messer, Schneebesen und Co. im Berner Betriebsrestaurant. Denn wir machen mit bei der Aktion „Mitarbeiter kochen für Mitarbeiter“ und wollen unsere Kolleginnen und Kollegen mit einer leckeren Spargellasagne verwöhnen. Los geht’s — auf ins frühe Kochvergnügen!

Zunächst einmal kleiden wir uns stilecht ein: Kochmütze, Hemd und Schürze gehören zum heutigen Dresscode. Und ganz wichtig: Das Geschirrtuch. Es steckt immer griffbereit in der Schürze. Fertig ausgestattet? Dann kann’s ja losgehen! Ein kurzer Rundgang durch Lagerräume, Kühlhäuser und Küchenbereich, ordentlich die Hände waschen, Ärmel hochkrempeln und dann ab an die Messer. Erst einmal gilt es nämlich einiges zu schnibbeln: 20 Kilo weißen Spargel, der zu unserem Glück schon geschält war; 25 Kilo Tomaten; 15 Kilo Schinken – das sind dann doch etwas andere Dimensionen als in der heimischen Küche.

Gott sei Dank konnten wir uns dabei auf die vielen Profigeräte verlassen. Besonders praktisch: eine große Kippbratpfanne, die man elektrisch nach vorne kippen kann. Darin können große Mengen an Gemüse angebraten oder Saucen hergestellt werden. Unsere 21 Liter Béchamelsoße fanden dort auf jeden Fall genügend Platz.

Die Zeit rennt

Wer sich vielleicht immer schon gefragt hat, was man denn eigentlich zwischen 6:00 und 11:30 Uhr in der Berner Küche macht, bis die ersten hungrigen Mitarbeiter das Betriebsrestaurant erobern, dem sei gesagt: Die Zeit rennt! Wir hatten jede Minute bitter nötig. Spargel kochen, Tomatensalat vorbereiten, Béchamelsoße anrühren, Lasagne schichten — am Ende kamen wir mächtig ins Schwitzen. Zum Glück konnten wir auf die Unterstützung der Kochprofis zählen, die uns hier und da unter die Arme griffen. So kamen die Bleche gerade noch rechtzeitig in den Ofen und waren pünktlich um halb zwölf servierbereit.

Und dann ging es auch schon an die Ausgabe: Einen Teller nach dem nächsten bestückten wir mit Lasagne, Tomatensalat und ein bisschen Grün fürs Auge — Arbeit im Akkord. Wir merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Nach einem gefühlten Wimpernschlag war die Essensausgabe auch schon wieder vorüber und es ging ans Putzen und Aufräumen. Ein toller und unvergesslicher Tag neigte sich dem Ende zu.

An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal ganz herzlich beim gesamten Team des Berner Betriebsrestaurants bedanken. Toll, dass wir bei Euch hinter die Kulissen blicken durften!

 

 

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