Ausgerechnet beim Heimspiel in Hockenheim erfährt unser Partner MRS GT-Racing eine riesige Enttäuschung. Beim Porsche MOBIL 1 Supercup wurde der niederländische MRS Pilot Larry ten Voorde zwar zunächst als Sieger auf das Podest gestellt, das Ergebnis nachträglich jedoch noch einmal abgeändert. Von der Traditionsstrecke berichtet unsere Rennexpertin Konstanze Eichner.

Trotz Pole Position erwischte Larry ten Voorde einen schlechten Start und fiel auf den dritten Rang zurück. Sofort machte er aber mächtig Druck auf den Zweitplatzierten Michael Ammermüller (BWT Lechner Racing), der den Speed des Führenden Dylan Pereira (Momo Megatron Lechner Racing) nicht mitgehen konnte. Entsprechend rückte das Feld enger zusammen, bis es zu einem Unfall in der Spitzkehre kam. Folge: Für Ammermüller und Mikkel O. Pedersen (Dinamic Motorsport) war das Rennen vorbei.

Das Safety-Car rückte aus, um die Bergung der Havaristen zu ermöglichen. Pünktlich zum Re-Start setzte leichter Regen ein, der besonders im ersten Streckenabschnitt für eine extrem rutschige Fahrbahn sorgte. Dies wurde Pereira prompt zum Verhängnis, denn kurz darauf verlor er sein Auto beim Anbremsen auf Kurve 2 und konnte sich nur als Sechster wieder einreihen. MRS Pilot Larry ten Voorde übernahm fortan die Führung.

Aufgrund mehrerer Kollisionen kam das Safety-Car erneut auf die Strecke. Und schließlich brach die Rennleitung das Rennen vier Minuten vor Schluss mit der roten Flagge ab, obwohl die Strecke zuvor wieder frei geräumt worden war. Bei Abbruch des Rennens während einer Safety-Car-Phase wird die letzte Zieldurchfahrt unter Grün zur Wertung herangezogen. In diesem Fall wurde Runde sieben als solche gewertet, in der weniger als 50% der Renndistanz absolviert waren und nicht einmal halbe Punktzahl vergeben werden konnte. Zieht man die siebte Rennrunde zur Wertung heran, bleibt für Larry ten Voorde am Ende nur ein punktloser zweiter Rang.

„Zwar freuen wir uns über eine erneute Top-Leistung von Larry, sind auf der anderen Seite aber auch maßlos enttäuscht und fühlen uns um den verdienten Lohn gebracht“, betonte MRS Teamchef Karsten Molitor. „Larry hat einen sehr guten Job gemacht und war über das gesamte Wochenende der Schnellste auf der Strecke. Völlig egal ob nun Platz eins, zwei oder drei, die wertvollen Meisterschaftspunkte hätte er in jedem Fall mehr als verdient. Schließlich steckt für uns alle ein enormer Aufwand hinter einem solchen Rennwochenende, welches nun irgendwie kein richtiges Ergebnis hat. Aus objektiver Sicht bleibt es rätselhaft, wieso das Rennen ausgerechnet mit der roten Flagge abgebrochen werden musste. Mit zwei weiteren Runden hätte man das Rennen regulär hinter dem Safety-Car beenden können.“

Weiter geht’s in Ungarn…

Für das Team von MRS GT-Racing bleibt keine Zeit, dem unglücklich verpassten Sieg nachzutrauern. Denn schon am kommenden Wochenende steht das nächste Rennen der Porsche MOBIL 1 Supercup Serie. Gefahren wird auf dem Hungaroring in Budapest.

Fotos: © MRS/Axel und Linda Weichert