Unser Partner MRS sammelte zuletzt in der ADAC GT Masters und GT 4 Serie wertvolle Punkte. Beim Porsche Supercup in Monza holte das Team aus Lonsee sogar den Sieg. Bevor es am kommenden Wochenende zum Heimspiel auf den Hockheimring geht, blickt Expertin Konstanze Eichner für uns noch einmal zurück auf die jüngsten Rennen.

Ähnlich wie der Dünenkurs in Zandvoort gilt auch die Kurzanbindung des Nürburgrings nicht gerade als Paradestrecke für den BMW M6. Umso überraschender war das tolle Ergebnis von Nicolai Sylvest in der ADAC GT Masters beim Qualifying am Samstag (6. Startplatz). Beim Rennen selbst musste er dann jedoch leider erstmal einigen Autos ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden, was ihn mehrere Positionen kostete. Nach einem gelungenen Boxenstopp schaffte Jens Klingmann noch den Sprung auf einen guten zehnten Rang, der dem Team wichtige Punkte sicherte und dem jungen Dänen Nicolai Sylvest den dritten Rang in der Juniorwertung der ADAC GT Masters bescherte.

Der Sonntag lief weniger gut. In der Startphase konnte Jens Klingmann einem heftigeren Unfall gerade noch ausweichen, musste seinen BMW jedoch durch herumliegende Carbonteile manövrieren, was nicht ohne Folgen bleiben sollte. Eines dieser Teile zerstörte die Bremskühlung vorne links, was im weiteren Rennverlauf zu extremen Bremstemperaturen führte. Kurz vor dem Boxenstopp rapportierte Startfahrer Jens Klingmann bereits Probleme mit der Bremse, in der zweiten Hälfte des ADAC GT Masters wurde Nicolai Sylvest zudem leider noch in eine unnötige Kollision verwickelt.

Bei den GT4 Rennen auf dem Nürburgring gelang es dem MRS-Duo Stephan Grotstollen und Georg Braun ihre Gesamtführung in der Trophy-Wertung weiter zu verteidigen.

Insbesondere das Sonntagsrennen fand dabei unter schwierigsten Bedingungen statt – starker Regen zum Start, abtrocknende Strecke zur Rennmitte und erneute Schauer in den Schlussrunden. Geprägt von vielen Unfällen und Ausrutschern, einer absurd hohen Anzahl von Durchfahrtsstrafen, wurde das Rennen sehr unübersichtlich, das Feld teilweise sehr weit auseinandergezogen. Am Ende stand ein sehr guter fünfter Rang für Tekaat/Kovac und ein enttäuschender siebter Rang von Grotstollen/Braun, die zudem noch drei Durchfahrtsstrafen antreten mussten.

Der Asphalt im königlichen Park zu Monza war dem MRS Team am vergangenen Wochenende hingegen sehr wohlgesonnen. Vom dritten Platz aus gestartet, war es Larry Ten Voorde, der den ersten Porsche Supercup Sieg der laufenden Saison für das Team aus Lonsee erringen konnte.

Der junge Niederländer konnte sich beim Porsche Supercup in der ersten Schikane gleich auf den zweiten Platz vorschieben, wenig später erhielt der Führende, Ayhancan Güven, eine 5-Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt. Ten Voorde musste fortan eigentlich nur noch am Hinterrad des schnellen Türken kleben und kein unnötiges Risiko mehr eingehen. Im Windschatten von Güven überquerte er schließlich als Sieger die Ziellinie und durfte sich so über seinen ersten Porsche Supercup Sieg freuen.

Durch den Sieg rückt Larry Ten Voorde auf den zweiten Meisterschaftsrang in der Porsche Supercup Wertung nach vorn, 14 Punkte trennen ihn nun noch vom amtierenden Meister Michael Ammermüller. Da beim Finale Ende Oktober in Mexiko zwei Rennen ausgetragen werden und weitere 40 Zähler zu erreichen sind, ist der Gesamttitel im Porsche Supercup noch möglich.

„Monza hat es gut mit uns gemeint“, bilanziert Karsten Molitor, Teamchef von MRS-GT Racing, zufrieden nach dem Porsche Supercup Rennen in Italien. „Wer hätte das gedacht, dass wir mit Larry, der das erste Rennen in Barcelona auslassen musste, noch um den Meistertitel kämpfen können. Mit deutlichem Abstand und ohne jeden Zweifel ist Larry der konstanteste Fahrer im Feld, seine schlechteste Platzierung war ein vierter Rang. Wo immer er mit uns antritt, sind wir vorn dabei. Da bleiben wir dran und werden alles geben, um in Mexiko das Unmögliche möglich zu machen.“

Bereits in dieser Woche ziehen die MRS-Trucks weiter. Die ADAC GT Masters und die ADAC GT 4 Series Germany stehen auf dem Programm. Im badischen Motodrom zu Hockenheim werden hier die Läufe neun und zehn ausgetragen, MRS ist mit einem BMW M6 GT3 und zwei BMW M4 GT 4 am Start. In der GT 4 Serie kann es sogar schon um eine Vorentscheidung im Titelkampf der AM Wertung gehen, das Duo Grotstollen / Braun führt die Meisterschaft mit 4 Zählern Vorsprung an. Auch in der GT Masters hat das Team große Hoffnungen, der schnelle Kurs in Hockenheim sollte dem BMW M6 entgegenkommen. Mit der Fahrerpaarung Klingmann / Sylvest ist das Team bestens aufgestellt.

Fotos: © Harold van der Ploeg / Axel und Linda Weichert