Der Mechaniker Kevin Seitz ist seit einigen Monaten bei unserem Rennpartner MRS GT-Racing an Bord. Im Motorsport sind geregelte Arbeitszeiten und Langeweile ein Fremdwort. Die Teams sind ständig auf Achse. Wir haben eine kurze Verschnaufpause genutzt, um uns mit dem 26-Jährigen über seinen Beruf zu unterhalten.

Wie wird man eigentlich Rennsport-Mechaniker, Herr Seitz? Gibt es dafür eine spezielle Ausbildung?

Nein, in diesen Beruf wächst man hinein. Der Rennsport fasziniert mich schon seit Kindertagen. Insofern lebe ich jetzt meinen Traum. Mein Onkel hat mich früher zu Formel-1-Rennen, zur DTM und zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans mitgenommen. Später habe ich dann eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht.

Was muss man für den Job mitbringen?

Für mich persönlich ist es kein Job, sondern eine Leidenschaft. Was unverzichtbar ist: Man muss sehr exakt arbeiten und extrem belastbar sein. Denn bei einem 24-Stunden-Rennen kann es auch schon mal vorkommen, dass man zwei Tage ohne Schlaf auf den Beinen ist.

Was sind die größten Herausforderungen?

Bei den Rennen ist volle Konzentration wichtig. Außerdem müssen selbst die kleinsten Abläufe 100 Prozent verinnerlicht sein. Racing funktioniert anders als Schach. Bei uns entscheidet manchmal eine hundertstel Sekunde über Sieg oder Niederlage. Da bleibt keine Zeit, um lange zu überlegen.

Was war bisher das Highlight deiner Karriere bei MRS?

Mein persönliches Highlight hatte ich gleich ganz am Anfang. Mein erster Einsatz mit dem Team war das 24-Stunden-Rennen von Dubai. Ich bin ein echter Langstreckenfan. Danach war ich total kaputt, aber super glücklich.