Am Markt teilweise im Wettbewerb zueinanderstehend, agieren sie hier dennoch miteinander. 15 Unternehmen der Region haben in dieser Woche einen gemeinnützigen Verein ins Leben gerufen, welcher der Förderung des Schrauben- und Befestigungsclusters gilt.

Die Initiative dieses Projekts, das ebenso von der Stadt Forchtenberg und dem Hohenlohekreis unterstützt wird, ging von Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth aus. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Andreas Krebs, Vice-President der Berner Group, zum Stellvertreter des Vorsitzenden Dirk Döllner gewählt. Die Wahlen erfolgten einstimmig.

Mit der Gründung der ersten Schrauben produzierenden Eisenwarenfabrik L. & C. ARNOLD in Ernsbach begann 1898 die Industrialisierung in Hohenlohe. Damit wurde auch der Grundstock für das rasante Wachstum dieser Industrie im Kreis gelegt. Aus dieser ersten Keimzelle haben sich bis heute über 20 Unternehmen in der Region entwickelt, die entweder selbst Schrauben- und Befestigungsteile herstellen oder damit handeln.

Schraubenmuseum am Kocher

Das Wissen über diese Historie, die Entwicklung von Technologien sowie den gesellschaftlichen Beitrag dieses Clusters möchte der Verein für zukünftige Generationen dokumentieren und in einem geplanten Museum thematisieren. Ein geeigneter Ort dafür ist auch schon gefunden: Der am Kocher gelegene, historische Backstein-Mühlenbau in Ernsbach, in welchem vor 120 Jahren die Firma Arnold ihre ersten Schrauben industriell produzierte.

Das Museum soll gemeinschaftlich, über alle Unternehmens- und Wettbewerbsgrenzen hinweg, betrieben und konzipiert werden. Derzeit befindet man sich in der Abstimmungsphase eines interessanten Konzepts für Jung und Alt, um im Jahr 2019 mit der Sanierung zu beginnen. Darüber hinaus ist man bestrebt, weitere Unternehmen aus dem Schrauben- und Befestigungscluster für das Projekt zu gewinnen.

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