In allen Handwerksberufen sind die Hände täglich im Einsatz und vollbringen Höchstleistungen. Dies birgt ein erhöhtes Infektionsrisiko denn laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden ansteckende Krankheiten am häufigsten über die Hände übertragen. Nachfolgende Tipps zeigen, wie man sich mit einer gründlichen Handhygiene und -pflege schützen kann.

Handwerker kommen regelmäßig mit verschiedenen Materialien, Werkzeugen und Bedienelementen von Maschinen in Kontakt – ein idealer Nährboden für Keime und Viren, denn auf den unterschiedlichen Oberflächen – zumeist Holz, Kunststoff oder Metall – können diese bis zu drei Tage überleben.  Fasst man sich anschließend ins Gesicht, können sich die Krankheitserreger ihren Weg über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper bahnen und Infektionen auslösen. Die Wahrscheinlichkeit aufgrund einer solch unbedachten Geste zu erkranken, ist hoch: Experten gehen davon aus, dass wir uns mindestens fünf Mal pro Stunde unbewusst im Gesicht berühren. Umso wichtiger ist es, die Hände regelmäßig sowie gründlich zu waschen, um damit die Haut zuverlässig von Viren und Bakterien zu befreien.

Doch wie sieht richtiges Händewaschen aus?
Nachfolgend eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Hände unter fließendes Wasser halten.
  2. Handreinigungslotion auftragen und alle Stellen gründlich einseifen, d. h. sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingernägel – dabei darf es gerne schäumen.
  3. Damit die Keime auf ein Tausendstel reduziert werden, muss die Seife für mindestens 20 Sekunden gut einmassiert werden. Tipp: 20 Sekunden entsprechen in etwa dem zweimaligen Summen des Lieds “Happy Birthday“.
  4. Anschließend die Hände unter fließendem Wasser gut abspülen.
  5. Zum Schluss sorgfältig mit einem sauberen Tuch, am besten einem Einmalhandtuch, abtrocknen. Auch hier gilt: Fingerzwischenräume nicht vergessen.

In der Werkstatt oder auf dem Bau werden die Hände auch mal schmutziger. Um zunächst grobe Partikel zu beseitigen, gibt es spezielle Pasten und Reiniger. Handpasten auf Basis von Holzmehl ermöglichen beispielsweise die porentiefe Entfernung von Ölen und Fetten. Premium-Reiniger mit Lösemittel rücken auch Kleber, Lack und Harz zu Leibe.

Es ist gerade kein Wasser zur Hand? Dann sind spezielle Reinigungstücher eine gute Alternative. Sie wirken optimal gegen Stoffe wie Fett, Öl, Ruß oder Teer und enthalten darüber hinaus noch pflegende Inhaltsstoffe, damit die Haut nicht austrocknet.

Die klassische Handreinigung mit Seife sollte in beiden Fällen dennoch nicht vernachlässigt werden.

Zur richtigen Handreinigung gehört auch die richtige Pflege

Selbst schonende Handreinigungsmittel können die Hände über einen längeren Zeitraum hinweg austrocknen, was sie anfälliger für Viren und Bakterien macht. Unsere Haut stellt eine Barriere gegen Umwelteinflüsse und Keime dar. Der natürliche Säureschutzmantel sollte daher nicht übermäßig strapaziert werden. Für die richtige Pflege eignen sich Lotionen mit feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Eigenschaften besonders gut. Sie gleichen die entfettenden Eigenschaften der Seife aus und bewahren den natürlichen Fettfilm, damit die Haut langfristig ihre Schutzfunktion erfüllen kann.

Mit diesen Tipps zur Handreinigung und -pflege können die Hände auch weiterhin täglich Höchstleistungen vollbringen – mit ausreichendem Schutz und einem geringen Infektionsrisiko.