Deutschland dreht am Rad: Wie eine aktuelle Verbraucherstichprobe* im Auftrag des Handelsunternehmens Berner zeigt, wechselt hierzulande fast jeder zweite Autofahrer (45,2%) im Oktober auf Winterreifen. Elf Prozent warten bis November, ein Prozent sogar bis Dezember. Tendenziell etwas mehr (1,4%) sind „Early Birds“ und in der Regel vorsichtshalber schon ab Mitte/Ende September nicht mehr mit Sommerpneus unterwegs. Rund ein Fünftel fährt Ganzjahresreifen und wechselt nicht.

Laut Studie macht jeder zehnte deutsche Autofahrer die Entscheidung über den Zeitpunkt seines Reifenwechsels von den äußeren Witterungsverhältnissen abhängig. Wer bei Schnee, Eis und Frost immer noch ohne Winterräder fährt, geht vielfältige Risiken ein. So drohen neben Bußgeldern und Strafpunkten im Verkehrssündenregister beispielsweise auch Blech- oder im schlimmsten Falle sogar Personenschäden.

Der B2B-Spezialist Berner ermittelte in der Erhebung, dass gut jeder siebte deutsche Autofahrer (14,3%) schon mindestens einmal ernsthaft in Schwierigkeiten im Straßenverkehr geraten ist, weil er zu spät von Sommer- auf Winterräder gewechselt hat. Auffällig ist, dass deutlich weniger Frauen (11,1%) als Männer (17,5%) davon betroffen sind. Nach den konkreten Folgen der Nachlässigkeit gefragt, zeigen sich bei den fünf häufigsten Antworten zum Teil ebenfalls interessante Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern.

Männer:
1. Ich hatte Probleme beim Anfahren (58,3%)
2. Ich bin ins Rutschen gekommen (40%)
3. Ich bin im Schnee stecken geblieben (20,8%)
4. Ich habe einen Unfall verursacht (8,4%)
5. Ich wurde von der Polizei verwarnt (8,3%)

Frauen:
1. Ich hatte Probleme beim Anfahren (53%)
2. Ich bin ins Rutschen gekommen (45,1%)
3. Ich wurde von der Polizei verwarnt (12%)
4. Ich bin im Schnee stecken geblieben (7,7%)
5. Ich musste ein Bußgeld bezahlen (6,1%)

Auch wenn die Versuchung groß ist, sollte man den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen somit nicht bis zum letzten Moment hinauszögern. Und wer erledigt diese Aufgabe? Jeder dritte Mann (30,4%) tut das nach eigenen Angaben selbst, knapp vier Prozent erhalten Unterstützung von einer anderen Privatperson. Bei den Frauen wechseln sechs Prozent die Reifen ihres Wagens eigenhändig. Rund ein Viertel der weiblichen Autobesitzer (22,5%) bittet den eigenen Lebenspartner, Bekannte, Verwandte, Nachbarn oder einen Arbeitskollegen um Hilfe.

Wie die Umfrage von Berner zeigt, fährt die große Mehrheit der Deutschen für den Reifenwechsel jedoch nach wie vor am allerliebsten in eine Kfz-Werkstatt (68,6%). Zumal es sehr gute Gründe gibt, sich beim saisonalen Wechsel auf einen Profi zu verlassen. So wuchtet dieser beispielsweise bei Bedarf auch die Räder aus und übernimmt nicht selten Serviceleistungen wie einen gründlichen Wintercheck oder die Kontrolle von Bremsen und Fahrwerk gleich mit. Der Fachmann erkennt außerdem auf den ersten Blick, ob der vorhandene Reifensatz noch ausreichend Profil hat, so dass auf schneebedeckten Straßen der nötige Grip garantiert ist. Tipp: In den kommenden Wochen herrscht in den Kfz-Werkstätten Hochbetrieb in Sachen Reifenwechsel. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollten Autobesitzer deshalb am besten möglichst schnell einen Termin vereinbaren.

*Zur Methodik der Stichprobe: Die media control GmbH hat 835 in Deutschland lebende Verbraucher im Alter von 14 bis 60 Jahren per Online-Panel befragt.

Umfrageergebnisse

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