Daniela Schultze ist Spitzenathletin und Mitglied des Frauen-Doppelvierer im Rudernationalteam. Im Januar ist sie auf dem Motiv unseres aktuellen Berner Kalenders zu sehen. Bis vor Kurzem trainierte sie noch mit ihrer Mannschaft im Trainingscamp in Portugal und ist jetzt am Stützpunkt im Berlin, um sich auf die Wettkämpfe für 2021 vorzubereiten. Im Kurz-Interview gibt sie uns einen Einblick in ihren Trainingsalltag.

Hallo Daniela, wie sieht für Dich ein ganz normaler Trainingstag im Camp aus?

Mein Tagesabläufe sind in der Regel eng getaktet.

6:45 Uhr Mein Wecker klingelt.
7:15 Uhr Imbiss (meistens Müsli)
7:45 Uhr 90 bis 100 Minuten Rudern
9:45 Uhr Frühstück
11:45 Uhr 45 bis 60 Minuten Stabilisation/Gymnastik
13:00 Uhr Mittagspause
16:00 Uhr Krafttraining (120 Minuten, alternativ 90 Minuten Rudern)
18:30 Uhr Abendessen

Danach haben wir Freizeit und ab und zu eine Teambesprechung. Um 22:30 Uhr gehe ich schlafen.

Respekt! Wie gehst Du eigentlich mit den aktuellen Beschränkungen wegen COVID-19 um bzw. welche Herausforderungen habt ihr als Team zu meistern?

Genauso wie jeder andere muss ich die vorgegeben Corona Maßnahmen einhalten. Sprich, Maske tragen, wo es vorgeschrieben ist, regelmäßig Hände waschen und desinfizieren, Abstand halten und Corona Tests vor und nach Reisen durchführen. Als Leistungssportler mit einem Kaderstatus dürfen wir unter Auflagen derzeit noch die Trainingsstätten benutzen und werden von der Quarantänepflicht nach Reisen aus dem Ausland befreit, wenn wir einen negativen Test vorlegen können.

Alleine rudern oder im Team – was macht für Dich den Unterschied?

Um sich technisch weiter zu entwickeln, ist es gut, alleine zu rudern. Man merkt viel schneller, wenn man Fehler macht und kann sie leichter bearbeiten. In Mannschaftsbooten sind die unterschiedlichen physischen Voraussetzungen eine Herausforderung. Alle Sportler bringen persönliche Ruderstile mit, die optimal aufeinander abgestimmt werden müssen. Ich bevorzuge das Rudern im Team, weil mir genau diese Herausforderung gefällt.

Die Teilnahme an den olympischen Spielen, davon hat wohl schon jede/r Athlet einmal geträumt. Was bedeutet es für Dich, für Tokio zu trainieren. Und was habt ihr euch als Team vorgenommen?

Wie viele wissen, finden die Olympischen Spiele nur alle vier Jahre statt. Nur die wenigsten Sportler können daran teilnehmen und haben somit die Chance auf die größte sportliche Auszeichnung in dieser Sportart. Mich spornt dieser Gedanke jeden Tag an. Im Team möchte sich jeder zunächst einmal national qualifizieren. Wer zu den Olympischen Spielen mitfährt, will sicherlich nicht nur teilzunehmen, sondern auch eine Medaille nach Hause bringen.

Fotos: Albert Berner Deutschland GmbH und privat